Glossar

Harte Bedachung

Eine harte Bedachung bezeichnet eine Dachkonstruktion, die gemäß Kommissionsbeschluss 2000/553/EG widerstandsfähig gegenüber Flugfeuer und strahlender Wärme ist. Dies bedeutet, dass das Dachmaterial nicht entzündbar sein darf, keinen Brandübertragungsweg in die Dachkonstruktion eröffnet und keine nennenswerte Brennstoffquelle darstellt.

Normative Anforderungen

Die Anforderungen an eine harte Bedachung werden in verschiedenen Normen geregelt:

  • EN 1090-4, Abschnitt 5.10: Diese Norm definiert Anforderungen an Dach- und Wandelemente aus kaltgeformten, dünnwandigen Bauteilen aus Stahl oder Aluminium. Sie umfasst mechanische Stabilität, Tragfähigkeit, strukturelle Anforderungen und spezifische Prüfverfahren.
  • Kommissionsbeschluss 2000/553/EG: Dieser legt die Kriterien für den Nachweis der Widerstandsfähigkeit gegenüber Brandbelastungen fest.
  • EN 13501-5: In Deutschland erfolgt der Nachweis einer harten Bedachung meist durch die Klassifizierung als BROOF(t1) oder durch ein Prüfzeugnis nach DIN 4102-7.

Bedeutung im Bauwesen

Harte Bedachungen werden in Bereichen mit hohen Brandschutzanforderungen eingesetzt, beispielsweise bei Industriegebäuden oder öffentlichen Bauten. Sie tragen zur allgemeinen Sicherheit bei, indem sie die Ausbreitung von Bränden verhindern und die Konstruktion vor Feuer von außen schützen.

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